A 21st Century Challenge
Die bemerkenswerte Entwicklung der Natur- der Geisteswissenschaften und der Künste erfolgte bislang unter weitgehender Trennung der Disziplinen.
Weltweit wird an einigen Forschungszentren seit längerem versucht, durch die wissenschaftliche Analyse der Künste mehr über menschliche Eigenschaften und Potentiale und die zugrunde liegenden neurobiologischen Prozesse zu erfahren – ohne bisher die Kommunikation zwischen Kunst und Neurowissenschaft als eine zentrale Aufgabe zu sehen.
Künstler, Kunst- und Kulturwissenschaftler, Kuratoren und Neurowissenschaftler fordern zunehmend, die Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen Disziplinen zu verstärken, um neue wissenschaftliche und kulturelle Perspektiven zu eröffnen.
Die Association of Neuroesthetics ist eine von der Charité - Universitätsmedizin Berlin ausgehende europäische Initiative, deren Ziel es ist, das Wissen und die Methoden zeitgenössischer Künstler und Neurowissenschaftler zusammen zu führen, und somit eine neue gemeinsame Sprache zu entwickeln. Basierend auf dieser Sprache sollen künstlerische Arbeiten und neue Ansätze in Forschung und Kunst entstehen.
Für die Jahre 2009 und 2010 sind zwei Symposien geplant. Diese sollen als Plattform verstanden werden, auf welcher Künstler, Kunst- und Kulturwissenschaftler, Kuratoren und Neurowissenschaftler in einen gemeinsamen Dialog treten. Geplante Themen der Symposien sind: „Color, Form and Light“,„Temporality, Ambiguity and Uncertainty” und „Subjective Mental States”. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden in künstlerischen Produktionen und in Publikationen öffentlich dokumentiert.
Bei der Auftaktveranstaltung am 8. Mai 2008 werden unter anderem Olafur Eliasson (Künstler), Christine Macel (Kuratorin), Ernst Pöppel (Neurowissenschaftler), Philippe Rahm (Architekt) und Semir Zeki (Neurobiologe) in ihre Arbeitsgebiete einführen und somit die Bandbreite der Arbeit der Association of Neuroesthetics vorstellen.
Auf dem Campus Mitte der Charité - Universitätsmedizin Berlin befindet sich eine fachspezifische Bibliothek für Neuroesthetics im Aufbau, die am 8. Mai erstmals zugänglich sein wird.
Die Veranstaltung wird unter anderem unterstützt von: Deutsche Bank Kulturstiftung, Deutsche Guggenheim, Allianz Kulturstiftung, Humanwissenschaftliches Zentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München und Institute of Neuroesthetics University College London.
Die Veranstaltung findet im Langenbeck-Virchow Haus (Luisenstr. 58 – 59, 10117 Berlin) von 17.00 – 20.00 Uhr statt.

