Galerie Schuster Ausstellungen in Berlin
Vom 06. April bis 07. Mai 2008 präsentiert Schuster Photo Arbeiten der beiden Künstlerinnen Anja Manfredi und Anita Witek.
Anja Manfredi erforscht in ihren Bildern den Körper als Kommunikationsmittel, seine Rolle in der unbewussten wie bewussten (Selbst-)Inszenierung; die Bedeutung der Zeit innerhalb dieser Prozesse und was für Verschiebungen sich ergeben, wenn die Zeitläufe unterbrochen und wieder neu zusammengesetzt werden. Nicht zuletzt fordert sie den Betrachter durch die simultane und ineinandergreifende Verwendung fast aller künstlerischer Medien (Performance, Fotografie, Skulptur und Installation, Film und Dokumentation), die zusammengenommen zu ihren Fotografien werden, heraus.
Anita Witeks Fotografien aus der Serie „Notizen zu Aminadab“ sind Abbildungen von Collagen. Collagen, die sie wie Puzzles temporär erstellt. Der Titel der Serie geht zurück auf einen Roman von Maurice Blanchot von 1942. Sie kreiert hier aus Werbeanzeigen und anderen Ausschnitten verschachtelte, menschenleere Räume, die sie durch die Fotos „fixiert“. Durch die Übertragung in ein Bild, das in sich keine Übergänge mehr zwischen den Teilen oder ähnliches erkennen lässt, gibt sie der von ihr gestalteten Architektur eine noch stärkere, kafkaesque Ausstrahlung.
Ausstellungsdauer: 06.04. – 17.05.2008, Di – Sa 14 – 19 Uhr und nach Vereinbarung - Ausstellungseröffnung am Sonntag 06.04.2008 von 11 - 13 Uhr
Galerie Schuster Photo - Gartenstraße 7 - 10115 Berlin - http://www.galerie-schuster.de
Bei einer zweiten Ausstellungseröffnung am Samstag dem 05.04.2008 von 18 - 21 Uhr werden in der zweiten Berliner Niederlassung der Galerie Schuster Arbeiten von Christopher Mir präsentiert.
Christopher Mir (geb. 1970 in Baltimore, Maryland) verarbeitet in seinen farbstarken Gemälden Motive und Ausschnitte aus Zeitschriften, Katalogen oder eigenen Fotografien. In fantastischen, weiten Landschaften arrangiert er Menschen, Maschinen, Tiere oder Gebäude in surrealistischen Kompositionen. Nicht von dieser Welt, und doch mit Anspielungen und Anleihen aus „unserer“ Realität. Orte und Zeiten, Märchen und Wirklichkeit scheinen sich ineinander verirrt zu haben. Mit seiner Vorliebe für kräftige Farbgebung und neo-romantische Naturszenen mit Blumenteppichen oder wilden Gebirgs-Tälern bietet er dem Betrachter betörende Ansichten, die gleichzeitig schön und verwirrend sind - so, als würde sich der wunderbare, aber in seiner Intensität auch halb betäubende Geruch einer exotischen Pflanze über alles legen.
Dauer: 5. April – 17. Mai 2008, Di – Sa 14 – 19 Uhr und nach Vereinbarung.
Galerie Schuster Berlin - Heidestraße 46 - 10557 Berlin - http://www.galerie-schuster.de

