HKW Berlin - OSTZEIT
Bilder, die beobachten, statt behaupten. Geschichten, die sich an den Verhältnissen reiben, ihren Protagonisten aber stets zugewandt bleiben.
Fotografie, die zeigt, was ist: Angehaltene Zeit.
Sibylle Bergemann, Ute Mahler, Werner Mahler, Harald Hauswald, vier der bekanntesten ostdeutschen Fotografen, und Maurice Weiss – alle Mitglieder der Agentur OSTKREUZ – zeigen in ungeschönten und zugleich sensiblen Bildern den Alltag und die Menschen in der DDR jenseits der sozial-realistischen Wunschwirklichkeiten.
Durch ihre Offenheit und persönliche Sichtweise ermöglichen die Fotografien einen authentischen Blick auf den Osten Deutschlands - und stellen eine Auseinandersetzung mit einer Realität dar, die bis in die Gegenwart nachwirkt. So stehen neben Sibylle Bergemanns vielfach ausgezeichneten emblematischen Bildern zur Entstehung und Montage des Marx-Engels-Denkmals ihre unerreicht menschlichen Bilder von „Clärchens Ballhaus“, ebenso wie Werner Mahlers Studie über das thüringische Berka und seine Serie über eine Abiturientenklasse, die er bis heute weitergeführt hat. Ein fotografischer Essay Harald Hauswalds erzählt von der Tristesse und versteckten Komik des DDR-Alltags, während Ute Mahler in ihrer Serie „Zusammen leben“ über Jahre hinweg in sensiblen Bildern Menschen in ihrem privaten Umfeld porträtierte. Und nicht zuletzt schlägt Maurice Weiss mit seiner Dokumentation über die Tage nach dem Mauerfall eine Brücke zur Zeit nach der Wende.
OSTZEIT – Geschichten aus einem vergangenen Land
Fotografie-Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt
Mit Fotografien von Sibylle Bergemann, Ute Mahler, Werner Mahler, Harald Hauswald,
Maurice Weiss
14.08.2009 – 13.09.2009
Öffnungszeiten der Ausstellung: Mi – Mo, 11 – 19 Uhr, dienstags geschlossen
Eröffnung am 13.08.2009 um 19 Uhr
Mit Wolfgang Kil (Kritiker und Publizist)
Musik von Gerry Franke und Max Graef
Sa 12.9. 20 h Film
„Material“ von Thomas Heise
Eintritt frei
Bisher unveröffentlichtes filmisches Material aus den Jahren der Wende.
So 13. 9. 19h Finissage
Das was war, war so nicht - Die Veränderung in der Wahrnehmung von DDR-Alltag im kollektiven Gedächtnis von heute
Eintritt frei
Ein Podiumsgespräch mit Sybille Bergemann, Harald Hauswald, Ingo Schulze und Thomas Hoepker. Moderation: Marion Brasch, Radio Eins
Es erscheint ein Buch zur Ausstellung:
OSTZEIT – Geschichten aus einem vergangenen Land
Hatje Cantz Verlag
Herausgeber: OSTKREUZ – Agentur der Fotografen
Fotografien von Sibylle Bergemann, Harald Hauswald, Ute Mahler, Werner Mahler, Maurice
Weiss. Texte von Marcus Jauer, Wolfgang Kil, Alexander Osang, Ingo Schulze.
Deutsch / Englisch
288 Seiten 29 x 26,5cm, gebunden, 180 Abb. in Duplex
ISBN 978-3-7757-2486-9, € 39,80
OSTKREUZ – AGENTUR DER FOTOGRAFEN
Sieben Fotografen schlossen sich 1990 zusammen und gründeten die Agentur OSTKREUZ.
Sie alle zählten zu den wichtigsten Fotografen Ostdeutschlands und setzten es sich
gemeinsam zum Ziel, ihre Arbeit in der Tradition der Autorenfotografie fortzusetzen, die mehr
will, als das „schöne Bild“. Dieses Buch vereinigt Bilder von fünf Mitgliedern der Agentur und
eröffnet einen Blick auf ihre gemeinsamen Wurzeln und ihre individuellen Sichtweisen auf
den Osten Deutschlands.
Inzwischen zählt OSTKREUZ achtzehn Mitglieder – die jüngsten Anfang 20 und am Beginn
ihrer beruflichen Laufbahn, die ältesten über 60 Jahre alt und international renommiert – und
gilt als die erfolgreichste von Fotografen geführte Agentur Deutschlands.
OSTZEIT wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung
Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
Weitere Infos unter: http://www.hkw.de

