Porsche - Trainingsbestzeit für 911 GT3 RSR
Eine weitere Pole-Position wird es für Porsche beim dritten Lauf der Le Mans Series in der GT2-Klasse beim Rennen in Portugal geben.
Werksfahrer Richard Lietz (Österreich) holte beim spannenden abendlichen Qualifying auf der neuen Rennstrecke „Autodromo Internacional do Algarve“ im Süden Portugals die Trainingsbestzeit. Werksfahrer Patrick Pilet (Frankreich) qualifizierte den zweiten 911 GT3 RSR für Startplatz vier, Francisco Cruz Martins (Portugal) komplettierte mit Platz sechs die gute Leistung der Elfer-Fahrer. Das 1.000-Kilometer-Rennen wird am Samstag, 1. August, um 19.15 Uhr Ortszeit (20.15 Uhr MESZ) gestartet und geht über 215 Runden oder maximal sechs Stunden. Es ist erst das zweite Nachtrennen in der Geschichte der LMS.
Mit 1.44,804 Minuten auf dem 4,652 Kilometer langen Kurs setzte sich Richard Lietz gerade 0,064 Sekunden vom Zweitplatzierten ab und markierte nebenbei die beste Rundenzeit aller bisherigen Trainingssitzungen. Der 25-jährige Österreicher führt gemeinsam mit Marc Lieb (Ludwigsburg) nach zwei Siegen in zwei Rennen die GT2-Fahrerwertung an. Die beiden starten fürs deutsche Team Felbermayr-Proton.
„Das war knapp“, lachte Lietz. „Der Wettbewerb in unserer Klasse wird auch diesmal hart, denn die Autos liegen sehr dicht beieinander, aber wir sind mit dem Elfer und den Michelin-Reifen super sortiert. Angesichts von knapp 40 Grad Außentemperatur tagsüber sind wir echt froh über ein Nachtrennen. Man wird höllisch aufpassen müssen mit dem Verkehr von 35 Rennautos auf der nur viereinhalb Kilometer langen Strecke. Der Kurs hat so seine Tücken mit allerlei Kuppen und blinden Kurven, aber auch da ist die Dunkelheit von Vorteil, weil man die Lichter der Autos gut sieht. Es wird jedenfalls sehr, sehr spannend.“
Der 29-jährige Marc Lieb war erstmals auf der 2008 eingeweihten Rennstrecke unterwegs und meinte: „Für mich war es relativ einfach, den neuen Kurs zu lernen, auch weil ich mit Richard einen perfekten Lehrmeister habe; schließlich hat er hier schon ein Rennen gewonnen. Der Wind, der vom Atlantik herkommt, wirkt sich überraschend stark aufs Fahrverhalten aus. Je nachdem ob er von vorne, der Seite oder von hinten weht, haben wir einen Topspeed-Unterschied von bis zu zehn km/h. Die Trainingsbestzeit ist bei einem 1.000-Kilometer-Rennen zwar nicht entscheidend, aber da es seit diesem Jahr dafür einen Extrapunkt gibt, ist es für uns im Kampf um die Meisterschaft natürlich wichtig, bereits Schnellster im Qualifying zu sein.“
Völlig begeistert war Francisco Cruz Martins. Der erst 22-jährige Portugiese schaffte mit Startplatz sechs das beste Trainingsresultat des Trios im zweiten Felbermayr-Elfer, zu dem Teamchef Christian Ried (Schönebürg) und Horst Felbermayr Jr. (Österreich) gehören. „Der sechste Startplatz ist gigantisch“, freute sich Cruz Martins. „Die neue Rennstrecke ist großartig für unser Land. Vor allem die schnellen Kurven und die blinden Ecken gefallen mir.“
Ergebnis Qualifying GT2
1. Richard Lietz (AUT), Porsche 911 GT3 RSR, 1.44,804 Minuten
2. Gianmaria Bruni (ITA), Ferrari F430 GT, + 0,064 Sekunden
3. Antonio Garcia (ESP), Ferrari F430 GT, + 0,632
4. Patrick Pilet (FRA), Porsche 911 GT3 RSR, + 0,940 Sekunden
5. Dominik Farnbacher (DEU), Ferrari F430 GT, + 1,004
6. Francisco Cruz Martins (PRT), Porsche 911 GT3 RSR, + 1,276
7. Allan Simonsen (DNK), Ferrari F430 GT, + 1,576
8. Jonny Cocker (GBR), Aston Martin Vantage GT2, + 1,832
9. Cesar Campanico (PRT), Ferrari F430 GT, + 1,868
10. Gianpaolo Tenchini (ITA), Ferrari F430 GT, + 3,608
Wir dürfen auf ein äußerst interessantes Rennen gespannt sein. Angesichts der mittlerweile auch in unseren Breitengraden angekommenen Hitzewelle ein guter Grund den Verlauf des Rennens im Auge zu behalten. Der TV-Sender „Eurosport“ überträgt das sicherlich sehr spannende Finale des Rennens von 00.45 bis 02.15 Uhr MESZ live.


