Steve Jobs präsentiert das iPhone 3G
Bei der soeben zuende gegangenen Keynote Speech bei der WWDC in San Francisco bescherte Apple Inc. CEO Steve Jobs der Welt wieder einige Neuigkeiten.
Kurz nach 10Uhr San Francisco Zeit erschien er auf der Bühne und sprach zu Beginn über die neue iPhone 2.0 Software die Anfang Juli auf dem Markt ist. Einige bemerkenswerte Bestandteile der neuen Software werden die Applications sein, die im Application Store erhältich sein werden. Die Preise schwanken je nach Anwendung zwischen 0 und 9.99 $ US.
Networking ist das zentrale Thema der Anwendungen und so finden sich einige nette Tools wie z.B. Loopt - ein soziales Netzwerk das der iPhone Nutzer immer bei sich trägt und alle Kontakte in der Nähe anzeigt. Nutzer Profile zeigen an, wo die Person war sowie die Photos die er hochgeladen hat. Man kann den Nutzer über die Photos anrufen oder antexten. Loopt arbeitet mit Nutzern auf anderen Plattformen gleichermassen und ist gratis beim Launch des Apple Stores erhältlich.
Weitere Neuerungen gibt es bei der Apple eigenen TypePad Anwendung, die es nun sehr einfach möglich macht zu bloggen oder Photos zu versenden. Ein Photo kann direkt mit der Kamera gemacht werden oder aus der Galerie ausgewählt werden. Diese Anwendung ist ebenfalls im neuen Application Store erhältlich.
Die neue iPhone 2.0 Software selber wird im Juli erhältlich sein - für iPhone Nutzer gratis und für iPod Touch Nutzer zum Preis von 9.99 $ US erhältlich.
Etwas ganz neues wurde mit “MobileMe” vorgestellt. Wie Phil Schiller spasseshalber sagte: “It works like ActiveStink… er… ActiveSync”. Push E-Mail, Kontakte und Kalender. Alles wird ständig zwischen iPhone, Mac und PC in beide Richtungen synchronisiert - egal wo man sich gerade befindet.
MobileMe enthält atemberaubende Web 2.0 Anwendungen die einem eine Online-Erfahrung verschafft die identisch der bei der Arbeit am Desktop ist. Alles wird synchronisiert inklusive der Photos.
Bei der Demonstration können die staunenden Gläubigen im Moscone Center in San Francisco live erleben wie alles was Phil Schiller am Desktop Computer macht unmittelbar auch auf dem iPhone geändert wird. Anfang Juli wird “MobileMe” erhältlich sein als gratis 60 Tage Testversion als Ersatz für das in die Jahre gekommene und seitens der Mac-User Community wegen seines Preises ständig in der Diskussion stehende “.mac” “.mac” Nutzer erhalten im Juli ein automatisches Upgrade auf “MobileMe”.
Anschliessend stellte Steve Jobs nun endlich das vor, über das in den letzten Wochen rege spekuliert wurde, das iPhone 3G.
In der Zeit seit Einführung des iPhones hat Apple viel gelernt und alles in die Entwicklung des neuen Superphones einfliessen lassen: 3G Netzwerk Unterstützung, Unterstützung von Firmennetzwerken, Unterstützung von Software von Drittfirmen, Ausweitung der Verfügbarkeit auf mehr Länder sowie eine deutliche Preissenkung, da wie die Apple eigene Marktforschung ergeben hat, 56% der Personen die kein iPhone gekauft haben aber gerne eins gehabt hätten, dies wegen des Preises taten.
3G bedeutet, wie Steve Jobs weiter ausführte u.a. schnellere Downloads. Ein Download der in EDGE 59 Sekunden dauert, nimmt mit 3G nur noch 21 Sekunden in Anspruch. Das 3G ist unter dem Strich 2,8 mal schneller als sein Vorgänger. Im Vergleich zu anderen Telefonen wie z.B. dem Nokia N95 und dem Treo750 ist es sogar 36 % schneller.
300 Stunden Standby Zeit, 2G Sprechzeit nun 10 Stunden, 3G Sprechzeit 5 Stunden, 5 bis 6 Stunde Internetsurfing, 7 Stunden Video sowie 24 Stunden Audio sind ein Resultat der deutlich verbesserten Batterie.
Das G3 unterstützt nun ebenfalls GPS, das werksmässig integriert ist.
Das eigentliche Highlight ist der Preis. 199 $ US müssen die Nutzer (laut Jobs weltweit, wobei er die Rechnung sicherlich ohne die Telekom gemacht hat) für das neue iPhone ausgeben. Das 16 GB Modell, das es dann auch in Weiss gibt kostet 299 $ US.
Es war wieder einmal eine Keynote mit tollen Neuigkeiten. Gebremst werden dürfte die Verbreitung in Deutschland etwas durch die Antipathie der Haupt-Zielgruppe gegen den deutschen Provider. Wie man dieser Tage erfahren durfte telefonieren mittlerweile 30.000 iPhone Eigner über Vodafone, während die Telekom nur 100.000 Einheiten absetzen konnte, obwohl sie in Deutschland das Monopol für das Kult Handy hält.

