WMC 2008 - Interview mit Paul van Dyk
Während eines Interviews im Rahmen der WMC verriet Paul van Dyk einer staunenden Öffentlichkeit einige Geheimnisse.
Am 26. März war Paul van Dyk zu Gast bei Emily Tans SIRIUS show im Raleigh Hotel Penthouse während der Winter Music Conference 2008.
Von Emily als der “grösste DJ auf dem gesamten Planeten” vorgestellt wirkte jener sehr entspannt und stand der SIRIUS Moderatorin gerne Rede und Antwort.
Paul sprach u.a. über die grosse Menge an Promos, die jeden Tag bei seinem Label ankommen, und dass sie sich jede einzelne anhören, da er das als Teil seiner Arbeit als DJ ansieht. “Musik ist eines der besten Dinge in meinem Leben” lautete seine Antwort, als er befragt wurde, ob ihn das Anhören der ganzen Promos nicht manchmal langweilen würde.
Für ihn ist ist dies ein positiver Aspekt der heutigen Musik Szene, die vom Internet profitiert, da nun jeder Künstler in der Lage ist, jedem Label seine Kreationen zukommen zu lassen. Für ihn sei es früher nicht möglich gewesen “einfach auf Derrick May zuzugehen und zu sagen - hör Dir mal an, was ich hier gemacht habe.”
Paul, der laut Emily ein DJ mit einem grossen sozialen Bewusstsein ist, erzählte von seiner Indien Reise einige Wochen vorher, bei der er sich einige Sozialprojekte anschaute. Auf seiner Internetseite kann man für diese Projekte spenden - fürs’ deutsche Rückenwind Projekt z.B. - wobei Paul aktuell gar nicht so genau wusste, wie das technisch auf der Internetseite abläuft, “da er kein grosser Internetfreak sei. Es gäbe da wohl so einen Button” war seine Antwort.
Natürlich sprach man auch über seinen Auftritt bei der WMC als Headliner für das Ultra Music Festival, bei dem er mit einer richtigen Band aufgetreten ist - kein DJ set, sondern richtige Live Musik. Emily: “wirst Du auf der Bühne tanzen?” PvD: “wahrscheinlich werde ich hinter meinem Pult auf und ab springen. Ich werde mein glitzerndes Disco Shirt anhaben.”
Paul, der für 8 IDMAs (International Dance Music Award) nominiert ist, was einen nun nicht wirklich wundert, erzählt von einer kommenden Beatport Aktion, einer “Paul van Dyk Remix Competition”, obwohl er sich nicht ganz so sicher war, ob er eigentlich schon darüber sprechen solle, da die ganze Sache möglicherweise noch geheim sei. Wie er Emily sagte, könnten die Besucher von Beatports Seite dort einige Samples seiner Stücke vom aktuellen Album runterladen um einen Remix zu machen, den sie dann als Wettbewerbsbeitrag an Beatport senden können um möglicherweise einen der Preise zu gewinnen.
Der interessanteste Teil des sehr unterhaltsamen Interviews war jener, bei dem ein gerade eingetroffener anderer DJ erzählte, dass er just am Wochenende vorher in Berlins Weekend aufgelegt hätte. “Oh shit” meinte Paul, und erzählte von seinem Auftritt im Weekend, als die halbe Weekend PA defekt und die andere Hälfte falsch angeschlossen gewesen sei, was in einem viereinhalb Stündigen Soundcheck geendet habe. Aus seiner Sicht läge das Hauptproblem Berlins darin, dass die Lebenshaltungskosten so gering seien, was die Bewohner träge mache.
Bevor er sich auf den Weg zu einer Podiumsdiskussion machte, an der er an diesem Tag teilnahm, verriet er abschliessend, dass für ihn nun ein auftrittsfreier Monat käme, mit Büroarbeit, den er ausserdem nutzen würde um mit den Hunden zu spielen.

