Recycle - Kinostart: 02.10.2008
Abu Ammar, ein Ex-Jihadist ringt darum, seinen Glauben und seine Realität unter einen Hut zu bringen. Er lebt in einem der ärmsten Viertel von Sarka, dem Geburtsort von Abu Musab al Sarkawi, dem ehemaligen al-Qaeda Führer im Irak, der 2005 von den us-amerikanischen Truppen getötet wurde. Abu Ammar muss ständig Rückschläge hinnehmen. Er ist gezwungen Kartons zu sammeln, um seine Familie, mehr schlecht als Recht, zu ernähren.
Als sich seine Situation verschlimmert, muss er eine radikale Entscheidung fällen, um sich vor Entwürdigung zu schützen.
Nach einer längeren Zeit in Afghanistan kehrte Abu Ammar desillusioniert von dem Chaos, in dem sich das Land in den 1980ern befand, zurück nach Jordanien.
In dem Versuch, Klarheit zu bekommen, beginnt er ein Buch über den Jihad zu schreiben. Gleichzeitig scheitert sein Bestreben, sich ein normales Leben in dem verarmten Sarka auf zu bauen.
Während die Einheimischen ihre Einblicke in das Leben Sarkawis und die aktuelle Situation im Nahen Osten geben, werden die Auswirkungen ihres eingeschränkten Lebens deutlich.
Recycle wirft den Blick eines Insiders auf die Gemeinschaft in al Sarkawis Heimatstadt und zeigt die komplexen Realitäten des Lebens im Nahen Osten, während internationale Spannungen steigen. Inspiriert von der internationalen Berichterstattung über al-Sarkawi ist der palästinensisch/jordanische Regisseur Mahmoud al-Massad ist an seinen Geburtsort Sarka zurück gekehrt, um sich in einer Zeit enormer internationaler Spannungen anhand einer Innenansicht von al-Sarkawis – und seiner eigenen - Heimatstadt mit der komplexen Realität des Lebens im Nahen Osten auseinander zu setzen.




